Kommunale Wärmeplanung: Mehr Transparenz und regelmäßige Berichte beschlossen

Wie kann Sprockhövel künftig klimafreundlich, verlässlich und bezahlbar mit Wärme versorgt werden? Diese Frage betrifft die gesamte Stadt – Bürgerinnen ebenso wie Immobilieneigentümerinnen und Unternehmen.

Die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung ist gesetzlich vorgeschrieben. Nach dem Landeswärmeplanungsgesetz NRW muss jede Gemeinde eine Wärmeplanung durchführen. Da Sprockhövel weniger als 100.000 Einwohner*innen hat, muss der erste Wärmeplan spätestens bis zum 30. Juni 2028 vorliegen. Sprockhövel erarbeitet die Planung gemeinsam mit weiteren Städten aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis.

Auf Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat der Ausschuss für Stadtentwicklung und Denkmalschutz am 15. Juni 2026 einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung ausführlich über den aktuellen Stand berichtet. Künftig soll der zuständige Ausschuss mindestens einmal pro Quartal über die Fortschritte informiert werden.

Für uns ist wichtig, dass zentrale Fragen frühzeitig und transparent beantwortet werden:

  • Wie weit ist die kommunale Wärmeplanung fortgeschritten?
  • Wann erfolgt die Vergabe an einen externen Dienstleister?
  • Welche nächsten Schritte und Zeitpläne sind vorgesehen?
  • Wie werden Bürgerinnen, Eigentümerinnen und Unternehmen beteiligt?
  • Welche Möglichkeiten bieten Wärmenetze, erneuerbare Energien, Abwärme und gemeinsame Lösungen für einzelne Quartiere?
  • Wann richtet die Stadt auf ihrer Homepage ein verständliches Informationsangebot ein?

Die kommunale Wärmeplanung soll aufzeigen, welche Formen einer klimafreundlichen Wärmeversorgung in den verschiedenen Stadtgebieten langfristig sinnvoll und realistisch sind. Dabei geht es nicht darum, einzelnen Haushalten unmittelbar eine bestimmte Heizungsart vorzuschreiben. Der Wärmeplan ist vielmehr eine strategische Orientierung, die frühzeitig mehr Planungs- und Investitionssicherheit schaffen soll.

„Die Wärmewende kann nur gelingen, wenn die Menschen frühzeitig wissen, was geplant ist und wie sie sich beteiligen können. Regelmäßige Berichte und verständliche Informationen schaffen die notwendige Transparenz und Planungssicherheit“, erklärt Thomas Schmitz, Fraktionssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sprockhövel.

Mit dem einstimmigen Beschluss ist ein wichtiger Schritt zu mehr Transparenz getan. Wir werden die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und darauf achten, dass lokale Potenziale konsequent geprüft und die Menschen in Sprockhövel rechtzeitig einbezogen werden.