Ausbau des Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord folgt einer Logik von gestern – negative Folgen für Sprockhövel offensichtlich

Die GRÜNEN in Sprockhövel sprechen sich deutlich gegen den geplanten Aus- und Umbau des Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord aus. Das Projekt ist verkehrspolitisch überholt und steht im Widerspruch zu den Zielen von Klimaschutz und Verkehrswende.

„Der Ausbau folgt einer Logik von gestern: Mehr Straßen sollen Probleme lösen, die dadurch erst entstehen“, erklärt Thomas Schmitz, Fraktionssprecher der GRÜNEN in Sprockhövel. „Wir wissen längst, dass zusätzliche Kapazitäten mehr Verkehr erzeugen – und damit auch mehr Belastung für die Menschen vor Ort.“

🚦 Kritik an Ersatz der Ampelanlage

Besonders kritisch sehen die GRÜNEN den geplanten Umgang mit der bestehenden Ampelanlage im Kreuz, die seit über 55 Jahren den Verkehr regelt.

„Eine funktionierende Infrastruktur einfach zu ersetzen, statt sie zu modernisieren, ist nicht nachvollziehbar“, so Schmitz weiter. „Mit intelligenter Verkehrssteuerung ließe sich der Verkehrsfluss verbessern – ohne zusätzlichen Flächenverbrauch und ohne milliardenschwere Eingriffe.“

⚡ Elektromobilität verändert die Ausgangslage

Zugleich hat sich die verkehrliche Realität grundlegend verändert. Der steigende Anteil von Elektrofahrzeugen führt zu sinkenden CO₂-Emissionen im Straßenverkehr.

„Wenn Fahrzeuge sauberer werden und moderne Technik den Verkehr effizienter steuern kann, stellt sich umso mehr die Frage, warum wir weiterhin auf den Ausbau von Straßen setzen“, betonen die GRÜNEN.

🚧 Auswirkungen auf Sprockhövel

Die GRÜNEN warnen vor konkreten Folgen für die Stadt:

  • zunehmender Ausweichverkehr durch Wohngebiete
  • jahrelange Bauarbeiten mit erheblichen Einschränkungen
  • steigende Lärm- und Schadstoffbelastung

Bürger*innen äußern ihre Bedenken auf der Informationsveranstaltung der Autobahn GmbH des Bundes

Auf der Informationsveranstaltung der Autobahn GmbH des Bundes am 04.05.2026 im Martin-Luther-Haus in Sprockhövel äußerten viele der rund 140 anwesenden Bürger*innen die zuvor genannten Bedenken. Zudem wurde die Fragestellung adressiert, ob der finanzielle Aufwand überhaupt im Verhältnis zum Nutzen steht.

Ein ausführlicher Bericht zu der Veranstaltung befindet sich unter anderem in der Wuppertaler Rundschau vom 04.05.2026: LINK