Ausbau des Autobahnkreuzes Wuppertal-Nord: GRÜNE Sprockhövel fordern Antworten von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder

In der Bürgerinnen- und Bürgerinformationsveranstaltung der Autobahn GmbH des Bundes vom 04.05.2026 im Martin-Luther-Haus in Haßlinghausen sind viele Fragen der Anwesenden unbeantwortet geblieben.

Die GRÜNEN Sprockhövel hatten daher im Nachgang sich mit einer umfangreichen Stellungnahme an die Autobahn GmbH des Bundes gewandt. Die Stellungnahme wurde auch dem Bundesverkehrsminister zugeleitet.

Es wurden konkrete Fragen zu den Projektkosten, dem zusätzlichen Flächenverbrauch, den Auswirkungen auf Klima und Natur, der Unfallstatistik, möglichen Alternativen sowie zu den Folgen der langjährigen Bauphase für die betroffenen Kommunen gestellt.

Schreiben vom 08.05.2026 an Die Autobahn GmbH des Bundes: HIER

Die Rückmeldung der Autobahn GmbH des Bundes enthielt allgemeine Ausführungen, nannte aber keine konkreten Antworten. Es wurde sogar eingeräumt, „dass manche Ergebnisse noch sehr unkonkret seien“ und „dies für die Betroffenen wie für die Planenden in gewisser Weise ein Dilemma sei“.

Antwort der Autobahn GmbH des Bundes vom 19.05.2026: HIER

Sowohl in der Informationsveranstaltung am 04.05.2026, als auch bei einer Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Verkehr, öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Sprockhövel am 15.06.2026, in der Vertreterinnen und Vertreter der Autobahn GmbH extra zu dem Thema geladen waren, wurde mehrfach darauf verwiesen, dass die Planungen auf Vorgaben des Bundes beruhen und die Autobahn GmbH lediglich einen entsprechenden Auftrag umsetze.

Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Verkehr, öffentliche Sicherheit und Ordnung der Stadt Sprockhövel vom 15.06.2026: HIER

Vor diesem Hintergrund haben die GRÜNEN Sprockhövel nun eine direkte Anfrage an den Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gerichtet, die präzise Fragen zu den Themenblöcken

  • Kosten und Wirtschaftlichkeit
  • Prüfung von Alternativen
  • Klima, Flächenverbrauch und Verkehrswende
  • Auswirkungen auf Sprockhövel während der Bauzeit

enthält.

Abschließend wird die Frage gestellt, ob der Bundesverkehrsminister das Projekt unter den Rahmenbedingungen des Jahres 2026 – unter Berücksichtigung der Klimaschutzziele, der Haushaltslage des Bundes, des Fachkräftemangels im Bauwesen sowie der Ziele der Verkehrswende – heute erneut in exakt derselben Form planen würde?

Viele Bürgerinnen und Bürger erwarten nachvollziehbare Antworten auf diese Fragen.

Akzeptanz für Großprojekte entsteht durch Transparenz, Offenheit und die ernsthafte Prüfung von Alternativen.

Die GRÜNEN Sprockhövel bitten den Bundesminister daher um eine zeitnahe Stellungnahme.

Schreiben vom 02.07.2026 an den Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: HIER