Landrat berichtet auf Anfrage der Grünen über Details zu Gangelshausen

### Aktualisiert am 8. 09.2020, 11 Uhr ####

Bislang war recht wenig Konkretes zu den Speditionsplanungen im Bereich des Gangelshauser Waldes zu hören. Letzter Stand war eine Aussage von Volker Hoven im Rahmen eines WAZ-Artikels:

“Es gebe zurzeit weder einen konkreten Standort noch eine konkrete Entscheidung zur Ansiedlung einer Spedition. ‚Lediglich der Hinweis der Stadt Sprockhövel, im Rahmen des Autobahnkreuzes einen Suchraum und eine Untersuchung für das Vorhaben zu prüfen, ist existent.‘” (WAZ vom 29.08.2020 zitiert Aussage von Volker Hoven)

Am Montag, zwei Tage später, präsentierte nun die FDP Sprockhövel in der  “Fakten zu Gangelshausen” ihre Perspektive auf die Planungen in Gangelshausen (bspw. hier in Facebook oder in der Image-Beilage).

Wenn jedoch laut Herrn Hoven eigentlich keine Planungen existieren, diese nicht-existierenden Planungen dann aber zwei Tage später durch die FDP präsentiert werden, drängt sich hier der Eindruck auf, dass hier ein kontroverses Thema mit Nebelkerzen über die Wahl gerettet werden soll.

Schließlich haben wir nun mit Hilfe der Grünen aus dem Kreis und aus Schwelm Informationen zum Planungsstand erhalten (Antwortschreiben des Landrats / Antwort der Stadt Schwelm). Diese Informationen decken sich nur in Teilen mit den bisherigen Aussagen:  

  1. Es gibt sehr wohl recht konkrete Planungen für den Speditionsstandort – inklusive einer ersten Planskizze. Diese Skizze sieht einen Standort auf Sprockhöveler Gebiet vor.
  2. In den FDP-„Fakten“ wird als Fläche für die Spedition von einer Wiese und angrenzendem forstwirtschaftlich genutzten Waldes angegeben. Die Wiese hat aber nur ca. 3 Hektar Fläche. In der Auskunft des Landrats wird über aber eine Fläche von 10 Hektar gesprochen. Da im Süden das Schwelmer Stadtgebiet liegt und im Norden die neue Auffahrt zur AI gebaut werden wird, ist davon auszugehen, dass sich die 10 Hektar eher in Richtung Gangelshausen erstrecken werden.
  3. Die Stadt Sprockhövel ist bei den aktuellen Vorgängen die treibende Kraft.

All diese Informationen sind konkreter und die Planungen sind deutlich fortgeschrittener, als Volker Hoven es in seinem Pressestatement hat anklingen lassen.

Gerne hätten wir schon viel länger auf Basis konkreter Fakten inhaltlich diskutiert. Derartige Diskussionen sind aber nur möglich, wenn BürgerInnen und die politischen Gremien gleichberechtigt und offen informiert  werden. Nur so können Diskussionen auf der Basis von Fakten geführt werden. Und nur so ist es für die WählerInnen möglich, eine aufgeklärte und gute Wahlentscheidung zu treffen.

 

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